Rauchfreie Spielplätze: Wenn ein Zigarettenstummel zur Gefahr für unsere Kinder wird

Frauen in der OÖVP und Kinderwelt OÖ machen mit der Kampagne "Hin G`schaut" auf eine unterschätzte Gefahr auf Spielplätzen aufmerksam und begrüßen das seit 20. August geltende Gesetz gegen achtlos weggeworfene Zigarettenstummel.

Helena Kirchmayr & Cornelia Pöttinger

Ein Spielplatz soll ein Ort sein, an dem sich Kinder sicher fühlen und unbeschwert spielen können. Die Realität sieht oft anders aus: Zwischen Sandkiste und Schaukel finden sich immer wieder Zigarettenstummel, für viele Erwachsene ein Randdetail, für kleine Kinder eine ernste Gefahr.
"Ein einziger Zigarettenstummel enthält unzählige Schadstoffe", warnt Helena Kirchmayr, Landtagsabgeordnete und Obfrau der Kinderwelt OÖ. "Schon ein verschluckter Stummel kann bei einem Kind Vergiftungssymptome auslösen." Auch für die Umwelt ist die Bilanz alarmierend: Ein einziger weggeworfener Stummel kann bis zu 60 Liter Grundwasser verunreinigen und es dauert 10 bis 15 Jahre, bis er verrottet.

Die Vorbildwirkung beginnt bei uns
Für Landesobfrau Cornelia Pöttinger ist klar: Der Schutz von Kindern beginnt bei den Erwachsenen selbst. “Kinder ahmen uns nach und das auch im Umgang mit der Zigarette. Es geht nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, sondern Bewusstsein zu schaffen: Wer raucht, trägt Verantwortung dafür, wo der Stummel landet."

Ein Gesetz mit klarem Signal
Seit 20. August gilt österreichweit ein Gesetz, das das Wegwerfen von Zigarettenstummeln auf Spielplätzen ausdrücklich verbietet. Für Kirchmayr und Pöttinger ist das ein wichtiges Zeichen für den Schutz von Kindern und zugleich ein Anlass, mit der Kampagne "Hin G`schaut" noch einmal gezielt auf das Thema aufmerksam zu machen.

“Schau hin, wirf nix weg und sei ein Vorbild”, fassen die beiden ihre Botschaft zusammen.