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Die OÖVP Frauen luden zu 100 Jahre Frauenwahlrecht ins prächtigen Schloss Starhemberg in Eferding

|   Presse

Utl. In der Heimat von Fanny Starhemberg, der ersten oberösterreichischen Politikerin, wurde die wichtigste Errungenschaft für die Gleichstellung der Frau gefeiert

Anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht, das am 12.11.1918 in Österreich umgesetzt wurde, feierten die Frauen in der OÖVP in der Heimat der ersten oberösterreichischen Politikerin Fanny Starhemberg im Schloss Starhemberg in Eferding, diese Errungenschaft für die Gleichstellung der Frau. Hausherr Georg Starhemberg hieß die Gäste herzlich im Ahnensaal willkommen und gab in seinen Grußworten einen persönlichen Einblick in das Leben und Wirken seiner Vorfahrin Franziska Fürstin von Starhemberg, die von sehr vielen Menschen damals als Landesmutter bezeichnet wurde. Diese war von Jugendbeinen an sehr karitativ tätig, war Mitbegründerin der katholischen Frauenorganisation in OÖ und bekleidete viele Ämter im Roten Kreuz. Als Politikerin im Bundesrat hat sie ihr ganzes Engagement dem sozialen politischen Bereich gewidmet. Im Museum der Familie Starhemberg konnten die BesucherInnen verschiedene Exponate dieser beeindruckenden und bemerkenswerten Frau besichtigen. Das Programm wurde moderiert von Mag. Andrea Leutgöb-Ozlberger, Bezirksleiterin OÖVP Frauen Eferding.

In den drei Workshops über “Heimisches Superfood“ mit Hildegard Lidauer von Ernährungsliebe, „Herausforderung Arbeitswelt für die Frau“ mit Cornelia Pöttinger, Spitzenkandidatin des ÖAAB und FCG sowie „Tipps für pflegende Angehörige“ von Melitta Stockinger, Altenfachbetreuerin wurde diskutiert und Wissen ausgetauscht.

Die Podiumsdiskussion mit LRin Christine Haberlander, Staatssekretärin a.D. Christine Marek, WKOÖ Vizepräsidentin Margit Angerlehner, BR Mag. Doris Schulz, Cornelia Pöttinger, Direktorin Maria Sauer und Vbgm. Melanie Wöss wurde genutzt um auf die Herausforderungen der Zukunft zu blicken.

„Einigkeit herrschte darüber, dass Politik weiblicher sein soll. Erst eine Mischung aus Politkerinnen und Politkern sorgt dafür, dass Themen ganzheitlich behandelt werden um aus verschiedenen Blickwinkeln Entscheidungen zu treffen. Die wichtigsten Errungenschaften, die Frauen heute als selbstverständlich erachten, wurden auf Initiative von Politikerinnen wie Grete Rehör usw. erreicht.,“ so Landesleiterin Doris Schulz für alle anwesenden Podiumsgäste.

„Die Herausforderungen der Zukunft sind einerseits, es Frauen im Berufsleben sowie Müttern mit Familien leichter zu ermöglichen, sich politisch zu engagieren. Dazu braucht es ein flexibleres Denken und Gestalten der politischen Systeme - von der Gemeinde bis zum Bund oder eine längst überfällige Karenzregelung für Bürgermeisterinnen, Abgeordnete und Regierungsmitglieder, die so eine Vereinbarkeit wesentlich erleichtern würde.“, plädierte Vbgm. Melanie Wöss ganz im Sinne von JVP-Landesobfrau NR Claudia Plakolm.

Margit Angerlehner, Vizepräsidentin und Vorsitzende Frauen in der Wirtschaft motivierte Frauen für eine Ausbildung in frauenuntypischen Berufen zu absolvieren. Es gibt keine Einschränkungen in der Berufswelt, nur Frau wählt oftmals andere Berufswege oder hat Einbußen durch lange Teilzeitbeschäftigungen.

 

Dir. Maria Sauer Recht wies auf das Selbstbewusstsein der Frauen hin: „Sich zu engagieren, nicht zu sagen „ich kann das nicht“, egal bei welcher Position. Frauen seid mutig, brecht konservative Denkweisen auf und traut euch.“

Staatsekr.a.D. Christine Marek ist es wichtig, dass Frauen früher und konsequent selber erwerbstätig sind. Es ist wichtig, dass sich jede Frau zu jeder Zeit selbständig erhalten kann, nur so kann Armut im Alter vermieden werden.  Alle anderen politischen Maßnahmen und Modelle wie Anrechnung Karenzzeit, Pensionssplitting usw. können nur unterstützen, Basis für die Pension ist die eigene Erwerbstätigkeit. Es ist wichtig, rechtzeitig darauf zu achten.

LRin Christine Haberlander blickte dankbar auf die Vorreiterinnen zurück und erinnerte, dass das damals erworbene Recht zu wählen heute vielfach nicht wahrgenommen wird. Junge Menschen gehen oft nicht wählen, wir alle haben Verantwortung, Demokratie zu leben. Das Recht auf Mitbestimmung, politische Bildung und Demokratie zu nutzen, wählen zu gehen, auch bei Volksabstimmungen mitzumachen und die eigene Stimme zu nutzen.

Cornelia Pöttinger ist die politischen Beteiligung von Frauen nicht selbstverständlich. „Wir haben es mutigen Frauen zu verdanken, dass wir dort sind, wo wir heute stehen. Vor allem liegt der Schlüssel im sich selbst aktiv einbringen, im mutig sein. Ob beim Gehaltsverhandeln, beim Einsatz für Andere oder für sich selbst. Frauen sind in allen Bereichen der Gesellschaft tätig und sehr erfolgreich. Mit Mut und Selbstbewusstsein im Tun, wird in Zukunft viel erreicht werden.“

Zum Ausklang des Aktionstages wurde der Film „die göttliche Ordnung“ über das Erreichen des Frauenwahlrechts in den 1970er Jahren in der Schweiz gezeigt. Kulinarisch verwöhnten die Eferdinger Frauen die Gäste mit Leckerem aus der Region.

„Wir bedanken uns bei unseren Vorfahren und müssen darauf achten, dass wir als Frauen und Männer eine Verantwortung für die Zukunft haben und diese Zukunft in Form von politischen Funktionen übernehmen.“, so Schulz abschließend.

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Fototext von links: BL Mag. Andrea Leutgöb-Ozlberger, Vzbgm. Melanie Wöss BEd., Staatsekr.a.D. Christine Marek, BL BRV Cornelia Pöttinger, LL BR Mag. Doris Schulz, LR Mag. Christine Haberlander, WKOÖ Vizepräs. Margit Angerlehner, BB-Dir. Maria Sauer