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Durchschnittlich erhalten Frauen in Oberösterreich 47,2 Prozent weniger Pension als Männer

|   Eferding

Durch Pensionssplitting kann ein Ausgleich geschaffen werden!

Während der Equal Pay Day darauf hinweist, dass eine Frau statistisch gesehen durchschnittlich fast drei Monate länger arbeiten muss, um das gleiche Gehalt wie ein Mann mit identischer Qualifikation zu verdienen, zeigt der Equal Pension Day, dass Männer bereits im Juli die gleiche Pension erhalten haben, die Frauen erst bis Ende des Jahres erhalten werden. Damit zeigt sich, dass der Einkommensunterschied bei den Pensionen fast doppelt so hoch ist, wie beim Arbeitseinkommen.

Dabei ist es mit dem Pensionspaket 2016 zu einer besseren pensionsbegründenden Anrechnung von Kindererziehungszeiten für Frauen ab dem Jahrgang 1955 gekommen. Bis zu vier Jahre pro Kind werden für die Kindererziehungszeit zum Erreichen eines eigenen Pensionsanspruchs angerechnet.

Durch Teilzeitarbeit und oft branchenspezifische niedrigere Entlohnung werden dann aber geringere Versicherungsbeiträge erworben.

Pensionssplitting:
Weder Frauen noch Männern sollte ein finanzieller Nachteil dadurch entstehen, dass sie oder er sich um die Familienarbeit kümmert. Eine Möglichkeit für einen gerechten Ausgleich zwischen den Eltern ist das freiwillige Pensionssplitting. Dabei kann jener Elternteil, der überwiegend arbeitet, für die ersten sieben Jahre nach der Geburt des Kindes bis zu 50 Prozent seiner Pension als Teilgutschrift auf das Pensionskonto jenes Elternteiles, der sich überwiegend um die Kindererziehungszeiten kümmert, übertragen. So kann der durch die Einschränkung der Erwerbstätigkeit (Teilzeitarbeit) entstehende Verlust auf dem Pensionskonto ausgeglichen werden.

„In den Jahren 2010 bis 2018 nahmen in Oberösterreich insgesamt 206 Personen das freiwillige Pensionssplitting in Anspruch – der zweithöchste Wert aller PVA-Landesstellen. Bis 2017 hatten 107 Personen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Dies zeigt auch, dass Pensionssplitting in der Öffentlichkeit bislang zu wenig bekannt ist und daher wenig genutzt wird“, so die Bezirksleiterin der OÖVP Frauen Eferding  Mag.a Andrea Leutgöb-Ozlberger.

„Daher ist es wichtig, dass die Bundesregierung neben der Bewältigung der Coronakrise das in der Frauenstrategie Frauen.Leben 2030 und im Regierungsprogramm verankerte Thema des automatischen Pensionssplittings aktiv aufnimmt“

„Frauen darf kein finanzieller Nachteil entstehen, wenn sie sich bzw. sie und ihr Partner sich gemeinsam dazu entscheiden, Kinder zu haben. Daher drängen wir darauf, dass sich die Bundesregierung neben der Bewältigung der Coronakrise dem im Regierungsprogramm verankerten Thema des automatischen Pensionssplittings wieder aktiv annimmt“, sagen LH Stv.in Christine Haberlander und die designierte Landesleiterin der OÖVP Frauen Cornelia Pöttinger.

„Bis zur Einführung eines automatischen Pensionssplittings liegt es in der Eigenverantwortung der Paare, einen gerechten finanziellen Ausgleich durch das freiwillige Pensionssplitting zu schaffen. „Das Motto „Schau auf dich - schau auf mich“ gilt auch hier“ ermutigt die Bezirksleiterin der OÖVP Frauen Eferding Mag.a Andrea Leutgöb-Ozlberger“ Eltern sich rechtzeitig beim zuständigen Pensionsversicherungsträger zu diesem Thema zu informieren.

Schritte in die richtige Richtung
Die zuletzt spürbare Erhöhung der Gehälter in den Pflegeberufen im Land Oberösterreich, von der vor allem Frauen profitieren, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Weitere notwendige Maßnahmen zur Verringerung der Einkommensschere sind
·  leistungsgerechte Entlohnung in allen Branchen, unter anderem durch mehr Einkommenstransparenz
·  weitere Aufwertung und fairere Entlohnung in Branchen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten
·  Erleichterungen für Frauen, um von Teilzeit- in Vollzeitjobs zu wechseln
·  Attraktivierung der oftmals besser bezahlten, technischen Berufe für Frauen, auch durch    kontinuierliche Verbesserung von Berufs- und Studienberatung
· bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch den weiteren Ausbau einer bedarfsgerechten Kinderbetreuung
·  Vorantreiben der Digitalisierung im ländlichen Raum zur Ermöglichung von Homeoffice-Arbeitsplätzen für Frauen
· Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs für eine leichter zugängliche Mobilität

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