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OÖVP Frauen und LH-Stv. Christine Haberlander: "STOPP GEWALT!" – Klares Nein zu Gewalt gegen Frauen

|   Presse

Frauen müssen die Gewissheit haben, dass die Gesellschaft nicht wegschaut

 

Mit einem lauten „STOPP GEWALT!“ machen die OÖVP Frauen gemeinsam mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt“ auf das Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam. Unterstützt werden sie dabei von OÖVP-Klubobfrau Helena Kirchmayr sowie den Landtagsabgeordneten Elisabeth Kölblinger, Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger, Elisabeth Manhal und Barbara Tausch.

Die internationale Kampagne findet jedes Jahr vom 25. November („Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“) bis 10. Dezember („Internationaler Tag der Menschenrechte“) statt. Weltweit fordern Fraueninitiativen in diesem Rahmen das Recht auf ein gewaltfreies Leben ein, so auch die OÖVP Frauen. Es gilt, das Ausmaß und die verschiedenen Ausprägungen von Gewalt gegen Frauen – auf physischer, sexueller, psychischer, ökonomischer oder sozialer Ebene – zu thematisieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen als fundamentale Menschenrechtsverletzung nachhaltige Folgen für die Betroffenen selbst, aber auch für die gesamte Gesellschaft hat.

„Es ist notwendig, diese Menschenrechtsverletzungen, Misshandlungen, Übergriffe und Grenzüberschreitungen unverblümt zu thematisieren. Von Gewalt betroffene Frauen müssen die Gewissheit haben, dass das, was ihnen widerfahren ist oder widerfährt, ein nicht tolerierbares Unrecht ist, dass es nicht selbstverschuldet ist, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, dass die Gesellschaft nicht wegschaut“, betont die interimistische Landesleiterin der OÖVP Frauen, Elisabeth Spitzenberger. Der Schutz vor Gewalt muss oberste Priorität haben. Es braucht rasche und unbürokratische Hilfe für Betroffene, mehr Beratungsangebote und professionelle Präventionsarbeit.

„Es braucht Aufklärung und Unterstützung für Betroffene. 80 Prozent der Gewalttaten sind strukturell bedingt. Oft sind Abhängigkeiten mit im Spiel. Daher brauchen wir einen wirksamen Opferschutz. Wir können uns nicht hinter Paragraphen verstecken, wir können nicht weg schauen und uns zurückziehen und schweigen, wenn Frauen Gewalt angetan wird“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.Weiters: „Die Öffentlichkeit und die Gesellschaft dürfen Übergriffe und Gewalt an Frauen in keinster Art und Weise tolerieren. Die betroffenen Frauen müssen ermutigt werden, Gewalt nicht einfach hinzunehmen, sondern sich an kompetente Stellen zu wenden, denn besonders schlimm ist das Schweigen. Es ist wichtig, Frauen in Notsituationen zu helfen und zu unterstützen.“

Die Zahlen sind alarmierend: Allein in Österreich ist laut Schätzungen jede fünfte Frau einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Zwei von drei Übergriffen geschehen in der Familie und im nahen sozialen Umfeld durch Ehemänner, Lebensgefährten, Väter und Stiefväter. Es handelt sich um ein Problem, das alle sozialen Schichten der Gesellschaft betrifft.

Auch auf Bundesebene setzen sich die ÖVP Frauen für Null Toleranz gegenüber Gewalt gegen Mädchen und Frauen ein. Das kürzlich beschlossene Gewaltschutzpaket, das in einem breit aufgestellten Prozess mit Expertinnen und Experten erarbeitet wurde und das mit 1. Jänner 2020 in Kraft tritt, setzt hier entscheidende Schritte. „Mit diesem Bündel an Maßnahmen wird nicht nur der Schutz vor Gewalt verbessert, sondern vor allem auch die Prävention“, betont ÖVP Frauen-Bundesleiterin Juliane Bogner-Strauß. Besonders die opferschutzorientierte Täterarbeit sowie die Sensibilisierung von Polizistinnen und Polizisten, Richterinnen und Richtern sowie medizinischem Personal ist hier ausschlaggebend. „Professionelle Gewaltprävention ist notwendig, damit mögliche Gefahren rechtzeitig erkannt und bestenfalls verhindert werden können“, so Bogner-Strauß.

Ziel ist, Frauen Stabilität, Sicherheit und Vertrauen zu geben und sie wirksam vor Gewalt zu schützen. Besonders wichtig ist, dass den Betroffenen rasch und unbürokratisch geholfen wird. „Daher liegt der Fokus auf dem flächendeckenden Ausbau der Beratungsstellen; insbesondere das Angebot für Frauen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, muss österreichweit sichergestellt werden. Außerdem benötigen wir  mehr Übergangswohnungen für von Gewalt betroffene Frauen sowie bundesländerübergreifende Frauenhausplätze“, betont Bogner-Strauß.

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Mitglieder des OÖVP Frauen-Landespräsidium: v.l.n.r.:Nikola Auer, Ingrid Sturm, Monika Mayer, Melanie Wöss, Elisabeth Spitzenberger, Gabriele Seidl und Waltraud Kaltenhuber
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v.l.n.r.: OÖVP Frauen-LGF Eva Holzer und Christine Haberlander
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v.l.n.r.: Michaela Langer-Weninger, Elisabeth Kölblinger, Elisabeth Manhal, Eva Holzer, Christine Haberlander, Barbara Tausch und Helena Kirchmayr ; Fotoquelle: OÖVP Frauen