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Startveranstaltung DIGItalk #wiezukunftgeht am 22.10.2018 in der WKOÖ stattgefunden

Digitalisierung ist bereits Teil unseres Lebens.

Im Julius Raab Saal der Wirtschaftskammer OÖ begrüßte BR Mag. Doris Schulz die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Auftaktveranstaltung der DIGItalk #wiezukunftgeht, die von den „Wir Oberösterreicherinnen – die OÖVP Frauen und ihre Freundinnen und Freunde“ durchgeführt werden.

Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Prof. KommR DDr. Werner Steinecker, ist von dem einzigartigen Veranstaltungsdesign überzeugt: „Ich danke den Initiatorinnen, dass sie dieses Thema aufgegriffen und verstanden haben, wie Gesellschaft oder soziale Zusammenhänge funktionieren. Es sind die Mütter, die Trainerinnen zuhause, oft unter jobmäßiger Belastung, die die Kinder und die Jugendlichen prägen. Den Frauen einen Zugang zu diesem Megathema Digitalisierung zu ermöglichen, um es zu verinnerlichen, zu verstehen, das ist das Besondere an diesem Format.“ Er wies darauf hin, dass andere Volkswirtschaften vorzeigen, wie Jugendliche von Vater und Mutter an dieses Phänomen herangeführt werden. Es sei höchste Zeit, dass Europa hier aufschließe. Digitalisierung diene in erster Linie den Menschen und ist nicht nur Sprache der Maschinen. Wenn es gelänge, die Menschen von den Zusammenhängen und Möglichkeiten zu begeistern und es in unserer Kultur zu etablieren, dann können die Personen damit gut leben. Der Mensch stehe im Mittelpunkt, dabei spiele gerade die Mutter, die Frau in der Familie, die wichtigste Rolle, ist prägende Instanz.  Steinecker gratulierte der Initiative, unterstützt sie gerne und ist überzeugt, dass die Nachfrage nach diesem Setting ein sehr stark Wachsendes ist und wünschte der Initiative viel Erfolg, weil es Oberösterreich, als digital hungrigster Standort Europas, braucht.

Mag. Sok Kheng Taing wies in ihrem Impulsreferat „Tendenz digitale Kluft: Initiativen zur Überwindung und die ökonomische Vernunft“ auf die Besonderheit hin, dass Bildung in Österreich frei zugänglich ist, aber viel zu wenig geschätzt wird. Trotz gleicher Bildungschancen besteht eine digitale Kluft, zwischen jenen Familien, die moderne Technologien nutzen und jenen, denen es schwerfällt. Maßnahmen der Verringerung dieser Kluft sind zb. schnelles Breitband als EU-Ziel bis 2020 für alle, oder digitale Grundbildung. Die Maßnahmen der österr. Regierung dazu gehen in richtige Richtung. Es braucht eine flächendeckend verbindliche Übung, eine digitale Grundübung für Sekundarstufe 1. Jugendlichen diese Kompetenzen vermitteln, damit sie reflektierend mit diesen neuen Medien umgehen können, sich weiterentwickeln und in einem zukunftsträchtigen Berufsfeld tätig werden. „Als Mutter bin ich Befürworterin, dass man Kinder bereits ab der Volksschule an die Fähigkeit des Programmierens spielerisch heranführt. Kinder sind neugierig, wollen spielen. Meine Familie praktiziert das seit Jahren. Begeisterung an Programmieren sehe ich oft. Wie in den Programmierclubs, den Coderdojo, die es viermal in Österreich gibt (Wien, Horn, Linz und Steyr). Dort werden Kinder für Technik und Informatik begeistert, jedes Kind programmiert mit Hilfe von Mentoren ein Spiel, das dann gemeinsam gespielt wird.  Programmieren zu können, ist für mich die vierte Kulturtechnik neben Rechnen, Lesen und Schreiben.“

Vizepräs. Dr. Clemens Malina-Alzinger sprach über seine wichtigsten Schlüsselqualifikationen du Kompetenzen für Digitalisierung und Globalisierung. In einer Umfrage unter Studenten, wovon sie träumen würden, waren die häufigsten Antworten: Routinejob mit Homeoffice, max. 34 Std. pro Woche, sicherer Arbeitsplatz mit wenig Konkurrenzkampf. „Wir müssen von Championsleague träumen, müssen Zug zum Tor haben, sonst werden wir im Mittelmaß verbleiben. Wettbewerbsfähigkeit braucht eine umfassende Digitalisierung in allen Lebensbereichen. Aus Daten Informationen schaffen und aus großer Menge an Punkten Bilder entwickeln und verstehen was sie bedeuten, ist eine Schlüsselqualifikation. Weitere Optimismus und Neugierde statt Angst. Es wird uns auch die Digitalisierung und Globalisierung zu Wohlstand bringen. Die Veränderung passierte noch nie so schnell wie heute und wird nie wieder so langsam sein wie heute. Wir brauchen einen breiten Bogen an Wissen, um in die Tiefe zu arbeiten.“

Lehrlingsstellenleiter der WKO Mag. Friedrich Dalamassl unterstrich, dass die Zielgruppe der Mütter für die Chancen der Digitalisierung wichtig ist.  Neue Technologien sind bereits Teil des gesellschaftlichen Lebens. Digitalisierung erhält auch in Wirtschaft immer mehr Bedeutung. Zb. in der Medizin oder im Lebensmittelbereich, wo durch digitale und online gesteuerte Produkte eine individuelle, personalisierte Produktion möglich ist. Andere Beispiele sind 3D-Drucker in Medizin, Internetgeschäft. Digitalisierung zeigt uns, dass die betriebliche Größe nicht mehr entscheidend für Erfolg ist. Kleine Start ups haben Produktideen und erobern den Markt. Voraussetzungen sind Kompetenzen in den Mint-Bereichen als Grundlage dieser Entwicklungen. Im Bereich der Arbeitskräfte bedeute das eine Veränderung der Berufsbilder. Qualifizierung sei entscheidend. Das Risiko ohne Ausbildung keinen Arbeitsplatz zu finden, sei vierfach so hoch, als mit Ausbildung in der Sekundarstufe.

„Wir brauchen Begeisterung, wir brauchen Rolemodels und wir müssen unsere Kinder und Jugendlichen ermutigen! Digitalisierung ist mehr als Programmieren. Wir nehmen uns dieses Themas gerne an, schauen hinter die Kulissen, wollen Klarheit schaffen und Begeisterung für das Megathema Digitalisierung wecken.“, so BR Mag. Doris Schulz die DIGItalks zusammenfassend. 

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Gruppenfoto
von links: WKOÖ-Vizepräs. KommR DI Dr. Clemens Malina-Altzinger, DI Elisabeth Spitzenberger, Stellv. Landesleiterin der OÖVP Frauen, BRin Mag. Doris Schulz, Landesleiterin OÖVP, Mag. Sok Kheng Taing, Prof. KommR DI DDr. Werner Steinecker, MBA, und Mag. Friedrich Dalamaßl